Sketch-Rezept: Lebkuchen für Allergiker*innen und Gesundheitsbewusste

Die einzelnen Zutaten und die Arbeitsschritte als Sketchnote. Die Eier hab ich mit 100 g Datteln gemixt und dann 4 min Schaumig gerührt. Alles andere nur fein zerkleinert dazu gegeben. Nach 12 Std. Ruhezeit wird der Teig auf 20 Oblaten verteilt und 18 min bei 170° Umluft gebacken. Sketchnote: Ania Groß

Im Dezember hatte ich die glutenfreien Lebkuchen von Trudel nachgebacken. Weil ich aber nicht nur glutenintolerant bin, sondern auch gegen Mandeln und Haselnüsse allergisch, hatte ich beides durch Erdmandel(auch Tigernuss genannt)-Mehl ersetzt. Nun wollte ich – nach der Weihnachtszeit – langsam wieder meinen Konsum von Kristallzucker einschränken und darum habe ich beim 2. Mal auch noch den Zucker, das Zitronat und das Orangeat ersetzt. Das Ergebnis ist toll! Diese Lebkuchen habe ich nicht zum letzten Mal gebacken.
Und weil es in Hamburg seit einem Jahr einen glutenfreien Supermarkt gibt, komme ich auch leicht an Erdmandelmehl und glutenfreie Oblaten.
Hier nochmal die Zutaten im Überblick (für die Einkaufsliste):
500 g Erdmandelmehl
400 g Datteln
5 Eier
Schale von 1 Orange
Schale von 1 Zitrone
1 Pkg. Lebkuchengewürz
20 glutenfreie Oblaten, 70 mm Durchmesser.

And the winner is … äh, the winners are …

Das kommt meinem (– weil ich Waage bin – SEHR ausgeprägtem) Gerechtigkeitssinn entgegen: Drei Preise, drei Teilnehmerinnen. Passt!
Natürlich wäre es schön gewesen, wenn ich hier mehr 2018er-Sketchnotes hätte zeigen können, aber ich kann auch verstehen, dass es für viele ein zu großer Angang war. Ich selbst habe auch immer noch keine Sketchnote mit meinen Plänen. Eigentlich denke ich immer noch über meine Pläne für DIESE WOCHE nach, aber es ist ja erst Montag … *hysterischkicher*

Hier sind also die drei Gewinnerinnen-Beiträge, tadaaaaaaaaah:

Ankis Pläne für 2018 sind u. a.: mehr lesen, strukturierter arbeiten, Sketchnotes üben, mehr nähen, Zweisamkeit, Zeit mit Freundinnen, Achtsamkeit. In der Mitte steht 2018, die Pläne explodieren aus einem Feuerwerk.

AnKi alias @stoertebekerHH schreibt: “ … das gib mir endlich mal wieder einen Anlass, etwas ausgiebiger zu sketchnoten. Aktuell versuche ich zumindest ab und zu ein wenig zu üben, bin aber immer noch blutiger Anfänger.“ Ich finde, das ist ein wunderbares Feuerwerk aus Plänen. Viel Erfolg bei der Umsetzung.
Zum Weiterkritzeln gibt es ein kleines Notizbuch von Moleskine, das in jede Tasche passt (und einen Stift dazu).
Sketchnotes: © Anki

Juna Lee hat ihre Ziele und Wünsche für 2018 unter den Begriffen Kreativität und Ideen zusammengefasst. Sie will Sketchnotes lernen, bloggen, 3 Schreibprojekte fertigstellen, bzw. beginnen und ihre Selbstständigkeit vorantreiben.

Juna Lee Bendt schreibt: „ich bin noch absoluter Sketchnote-Anfänger und habe dein tolles Gewinnspiel gleich mal als Gelegenheit genutzt, mein erstes richtiges Sketchnote zu erstellen. Es lief noch etwas holprig (was man wohl auch sieht), aber es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Danke für die Inspiration. :)“ Von holprig keine Spur, wie ich finde! Die großen Pläne machen mich allerdings etwas atemlos 😉
Sketchnotes: © Juna Lee Bendt

franzjakk will Kopfstreicheleineinheiten für sich und jederfrau, bzw. -mann, Sonne im Herzen und draußen, Meer, Geschichten udn Musik schreiben, machen, vorlesen, zelebrieren …, und soviel wie möglich liebhaben.

franzjakk hat ihre Sketchnotes digital gezeichnet. Punkt 2 (für draußen!) beantrage ich auch! Zum Zeichnen vieler Sonnen und Sketchnoten von Ideen für Geschichten und Musik bekommt sie ein analoges Skizzenbuch plus drei Stifte.
Sketchnotes: © franzjakk

Alle Sketchnotes lassen sich per Klick vergrößern. Da wird dann so manch Subtiles lesbar …
Danke fürs Mitmachen an euch drei!

Sicher freuen sich die drei genauso wie ich über Kommentare unter diesem Beitrag!

2018 beginnt schön. Mit einem GEWINNSPIEL!!!

Spiralbuch und Fineliner auf Schiefer. In weiß sind die Maße und Angaben ins Bild geschrieben. Foto: Ania Groß

Der Hauptpreis: Ein Notizbuch von Muji in A5 mit cremefarbenen, unlinierten Seiten. Dazu ein SketchOne in 0.3 und zwei FineOnes von Neuland. Foto: © Ania Groß

Liebe Sketchnoterinnen und Sketchnoter, liebe Anguckerinnen und Angucker, liebe alle!

Hier haben sich im letzten Jahr einige feine Materialien angesammelt, die ich links liegen lasse, weil ICH dem digitalen Kritzeln verfallen bin. Also trenne ich mich von zwei schönen Zeichenbüchlein, und habe das Ganze noch aufgestockt mit einigen Stiften und (m)einem analogen Zeichenbuch-Favoriten, dem unlinierten, cremefarbenen Spiralbuch von Muji.

Was müsst ihr dafür tun?
Schickt bis 6.1.2018, 23:59 h, eine gesketchnotete Liste mit Vorsätzen und/oder To-Dos für 2018 per Mail an mich. Wie ernst es euch mit eurer Liste ist, bleibt euch überlassen. Auch Augenzwinkern, Humor, Ironie – sogar Sarkasmus – sind ausdrücklich erwünscht.

Auf diesem Bild steht die E-Mailadresse, an die die Sketchnotes geschickt werden sollen.

Ob ihr ausschließlich in Bildern oder Symbolen arbeitet oder mehr schreibt, ist egal. Ihr dürft alle Materialien nutzen, die ihr nutzen wollt (Washi-Tape, Aquarell …). Und natürlich auch alle digitalen Arbeitsgeräte. Die Einsendungen müssen auf jeden Fall digital erfolgen: Foto oder Scan oder Datei. JPG ist mir am liebsten.

Mit dem Einsenden der Liste bis 6. Januar 2018

  • schickt ihr den Namen, der als Nachweis angegeben werden soll (auch Nicknames, Twitterhandles sind okay!)
  • schickt ihr eure Postadresse mit (die verwende ich nur, um die Gewinne zu verschicken und vernichte sie danach). Packstation ist okay!
  • schickt ihr ggf. einen Link, auf den ihr euer Bild im Beitrag verlinkt haben wollt.
  • erklärt ihr euch mit der Veröffentlichung hier auf der Website in einem Beitrag einverstanden
  • bestätigt ihr, dass ihr die Urheberin/der Urheber seid
  • nehmt ihr an der Verlosung teil

Bitte schickt nur „jugendfreie“ und gesetzeskonforme Pläne. Ihr dürft gern schreiben, welchen der unteren beiden Preise ihr am liebsten hättet.

Es dürfen auch Bekannte, Freunde, Kolleginnen und Familienangehörige mitmachen. Die unteren beiden Preise werden einfach verlost. Den „Hauptpreis“ vergeb ich vielleicht subjektiv. Der Rechsweg ist ausgeschlossen!!

Das sind die weiteren Gewinne:

Spiralbuch und Fineliner auf Schiefer. In weiß sind die Maße und Angaben ins Bild geschrieben. Foto: Ania Groß

Einer der Preise ist dieses schöne Buch vom Internationalen Sketchnotes-Camp im September. Ca. 50 Blätter weißes Papier und zwei Deckblätter. Dazu ein SketchOne in 0.3 von Neuland (echt selbst gekauft ;-)). Foto: © Ania Groß

gebundenes Notizbüchlein, noch eingeschweißt, und Fineliner auf Schiefer. In weiß sind die Maße und Angaben ins Bild geschrieben. Foto: Ania Groß

Einer der Preise ist dieses kleine Moleskine (noch eingeschweißt), das es auf der Social Media Week im Februar gab. Dazu ein SketchOne in 0.3 von Neuland (echt selbst gekauft ;-)). Foto: © Ania Groß

Beschäftigungstherapie: Etiketten-Lettering

inzelansicht Etikett: Verschiede Handschriften kombiniert. Dazu ein Pünktchenhintergrund und eine gezeichnete Briefmarkenumrandung. Dazu sind die Etiketten mit einer Zackenschere ausgeschnitten. Lettering/Foto: © Ania Groß

In ProCreate kann man so ein Etikett in mehreren Ebenen zeichnen, die man nachträglich in Photoshop auch noch bearbeiten kann.
Lettering/Foto: © Ania Groß

Den Sirup zu kochen hat alles in allem ca. 30 Min. gedauert. Die Etiketten für die vier kleinen Flaschen (250 bis 330 ml) zu lettern* dauerte ca. 2 Std. Allerdings auch, weil die Flaschen – wie so oft bei Hausgemachten – unterschiedliche Flächen für Etiketten hatten.
Egal, ich koch den bestimmt mal wieder und dann muss ich nur das Abfülldatum ändern 😉

Vier Flaschen mit Sirup. Abgefüllt in zwei unterschiedlichen Flaschenarten. Was grad so da war. Lettering/Foto: © Ania Groß

Zum Glück mag ich die Brause, die original in den rechten Flaschen ist, sehr gern, so komm ich mal an neue kleine Flaschen.
Lettering/Foto: © Ania Groß

* Für mit der Hand erstellte Beschriftungen von Etiketten, Titeln, Tafeln, Glückwunschkarten hat sich in letzter Zeit der Begriff Lettering immer mehr durchgesetzt. Ursprünglich bezeichnet Lettering das Schreiben von Sprechblasen. Schöne Handschrift wird als Kalligraphie bezeichnet.

Texte lernen mit Sketchnotes: Europahymne

Bitte die Nutzungsbedingungen beachten.

Für jede Zeile der Europahymne (Ode an die Freude) habe ich ein Bild gefunden, z. B. ein Glas mit Flammen darin oder einen sprühenden Zauberstab, einen Flügel, ein Brautpaar, eine Feder, usw. Daneben steht jeweils die Textzeile. Sketchnotes: © Ania Groß

Der gesamte Text der Europahymne (Ode an die Freude) auf deutsch. Weil sie mir ein bisschen zu maskulin war, hab ich sie an zwei Stellen verändert (Original steht dort auch). Download und Ausdruck zum persönlichen Gebrauch ist gestattet. Sketchnotes: © Ania Groß

Seit einigen Wochen treffen sich auf vielen Rathausmärkten in ganz Europa jeden Sonntag um 14 h Menschen, die FÜR Europa sind. Die die Vorteile eines einigen Europa höher bewerten als die Regelwut, z. B. gegen krumme Gurken. Menschen, die Freunde und Orte in Europa gefunden haben, und es schätzen, diese jederzeit problemlos besuchen zu können, Menschen, die es klasse finden, dass für den Urlaub das normale Portmonnaie reicht und bald auch ein einziger Handy-Tarif. Menschen, die ein einem einzigen Menü Zutaten und Speisen aus ganz Europa genießen.
Man kann das lange fortführen.
Diese Menschen treffen sich also und sprechen über Europa. Danach wird an den meisten Orten (oder allen?) zusammen die Europahymne gesungen. Die Musik ist von Beethoven und der deutsche Text von Schiller. Es sind drei Strophen aus der wesentlich längeren Ode an die Freude. Um die Freude geht es hier, sie ist es, die besungen wird.

Pulse of Europe nennt sich diese Initiative und ist auch auf Twitter und Facebook zu finden.

Ich konnte, noch aus Schulzeiten, immerhin die ersten beiden Strophen, bei der dritten war ich aufgeschmissen. Wie lernt man denn mit Mitte 40 Texte? Zu Schulzeiten hab ich so was 3x gesungen, dann saß das … Ziemlich schnell kam ich auf den Gedanken, mir für jede Zeile der dritten Strophe ein Bild zu überlegen*. Und diese acht Symbole, die hatte ich danach im Kopf und sogar in der richtigen Reihenfolge. Denn Bilder können wir uns ganz leicht merken.

Wenn man sich den Text oben ein paarmal vorgesungen hat, dann sollte der Spickzettel unten eigentlich reichen. Und nach kurzer Zeit, braucht man auch den nicht mehr.

Die Methode eignet sich sicher auch für Gedichte oder ganze Theaterrollen. Noch besser funktioniert es wahrscheinlich, wenn man sich selbst die Symbole und Bildchen überlegt und den Spickzettel selbst zeichnet. Ich freue mich über Meinungen dazu (und Erfahrungsberichte) in den Kommentaren.

Auf dieser Sketchnote sind nun nur noch die Symbole und kleinen Bildchen der Europahymne (Ode an die Freude) in drei Reihen untereinander zu sehen. Die Götter sitzen übrigens auf einer Wolke aus der Funken sprühen. Sketchnotes: © Ania Groß

Der Spickzettel. Um die Zuordnung der Symbole der Europahymne (Ode an die Freude) zu vereinfachen, habe ich jede „Strophe“ in einer anderen Farbe koloriert. Download und Ausdruck zum persönlichen Gebrauch ist gestattet. Sketchnotes: @ Ania Groß.

* Für „Sphären rollt sie in den Räumen“ ist mir NICHTS eingefallen. Aber auch das Fragezeichen in dem angedeuteten Raum erfüllt seinen Zweck als Symbol für „diese schwierige Zeile“.

Sonntags-Zeitvertreib: Erst backen, dann sketchen. Ein Rezept für Lussekatter.

Da will ich mir nur ein bisschen bei Twitter die Zeit vertreiben, da springt es mich sofort an: Ein Foto von frischen Milchbrötchen!!!

„Knurr“, äußert sich sofort der Magen.
Ich schlendere in die Küche und schaue wie absichtslos in den Kühlschrank. Ah, ja, es ist noch frische Hefe da. Zwar seit 15 Tagen abgelaufen, aber Hefe ist da ja nicht so … Bleibt die Frage, ob man sie noch „frisch“ nennen sollte.

Bei Chefkoch gibt es ein Rezept für schwedische Lussekatter, das sich glutenfrei abwandeln lässt. Dass in dem Rezept Salz fehlt und dass man besser noch Kardamom und vielleicht ein bisschen Kurkuma zugibt, das habe ich noch im Kopf.

Stimmt ja, ich wollte das Rezept in 100%ig richtig ja längst mal aufschreiben und abspeichern oder ausdrucken und in die Kochkladde tun. Jetzt hab ich es, während die Teiglinge im lauwarmen Ofen „gingen“, gleich digital auf dem iPad gezeichnet. Mit ProCreate, meiner Lieblings-Zeichen-App.

Das Rezept zeigt in Handschrift und Zeichnungen die Herstellung von schwedischem Safrangebäck. Die Basis ist dies Rezept bei Chefkoch: http://www.chefkoch.de/rezepte/223791092475989/Lussekatter.html . Allerdings fehlen in dem Chefkoch-Rezept 1 TL Salz und 1 TL Kardamon. Zeichnung: © Ania Groß

Weil glutenfreie Teige beim Gehen oft zerfließen, sind meine Lussekatter keine richtigen, aus Strängen geformten, „Katzen“, sondern ich backe sie in (Silikon-)Muffinformen. Schmecken tun sie genauso gut. Digitale Zeichnung: © Ania Groß

Übrigens: Die Lussekatter lassen sich gut einfrieren (und wieder aufbacken).

Neue Impro-Theater-Formate

Großes Gewimmel! Die Sketchnotes zeigen den Teil vor der Pause, bestritten von Luv & Lee: Monika, die Rädelsführerin, und Bernhard, der Wasserverkäufer finden zueinander. Klein Erna spielte mit, viele Schmetterlinge sowie ein ominöser Arzt und ein Clown. © Sketchnotes und Foto: Ania Groß

Im ersten Teil probierten Luv & Lee etwas Neues: Franziska Jakobi steuerte die Improvisation mit Triangel und Fragen ans Publikum. Das Ganze wurde wieder großartig auf dem Klavier begleitet (wie immer von Sebastian). © Sketchnotes und Foto: Ania Groß*

Seit Anfang Dezember, als ich schon einmal beim Impro-Theater gesketcht habe, gab es kaum Veranstaltungen (wahrscheinlich wegen der vielen Weihnachtsfeiern) und wenig Zeit zum Zeichnen.

Nun war ich also bei einem weiteren Impro-Abend, diesmal im Lichthof-Theater, der sich deutlich vom letzten Mal unterschied, denn beide Impro-Gruppen probierten neue Formate aus.

Der Abend begann mit Luv & Lee, die diesmal nicht zu dritt auf der Bühne standen, sondern sich Franziska Jakobi dazu geholt hatten. Sie steuerte den maritim angehauchten Teil als Kapitänin: Holte Vorschläge vom Publikum ein, bestand auf Szenenwechseln und gab dem Abend einen roten Faden.

Nach der Pause waren dann „die beiden“ dran. Allerdings war Michel da, da das Baby seines Mitspielers Tobias jeden Moment erwartet wurde. Rachel ist eingesprungen und diese beiden haben gespielt, als würden sie immer zusammen auf der Bühne stehen.

Das Neue im zweiten Teil war, dass ein Chor, DooDooBah!, mit auf der Bühne stand und eine musikalische Untermalung und hier und dort auch Verstärkung improvisiert hat.

Zwar sind Chorleiter*innen-Gesten für geübte Chorhasen und -häsinnen ein alter Hut, aber ich fand es toll, wie passgenau die Musik zum Impro-Spiel passte.

Den zweiten Teil bestritten „die beiden“. Das Neue war, dass sie dabei vom Chor DooDooBah! unterstützt wurden. Was der Chor sang, habe ich teilweise in Sprechnblasen gezeichnet, die als hinweis auf den Chor mehrere „Sprecherinnenzipfel" haben. Normalerweise haben Sprechblasen ja nur einen. Es ging um Sand, drei Sonnen, einen fehlgeschlagenen Selbstmord aus Liebe, explodierende Bananen und ein peinliches Loch in der Hose.© Sketchnotes und Foto: Ania Groß

Die mehrzipfligen Sprechblasen stehen für den Chor (bzw. an einer Stelle auch fürs Publikum). Ich fand die Choruntermalung ganz großartig. Das war ein bisschen wie #Singnotes … © Sketchnotes und Foto: Ania Groß*

Bemerkenswert ist übrigens die Kartenpreispolitik im Lichthof-Theater: Karten kosten 18 €, ermäßigt 12 €, wobei nicht nach Bescheinigungen gefragt wird. Und wer wirklich ganz wenig Geld hat, kommt für 8 € rein. Da gerade viele Künstler*innen prekär leben, aber keine Unterstützung beantragen wollen oder können, finde ich es klasse, dass eine kulturelle Einrichtung diesen Weg geht! Das wünsche ich mir öfter.

* Wer eines der Bilder downloaden möchte, liest bitte zuerst die Bedingungen oben rechts auf der Startseite.

Improvisationstheater Luv & Lee

Improtheater und Sketchnotes sind eng verwandt. In beiden Fällen wird ein (meist verbaler) Reiz in etwas anderes verwandelt. Bei Sketchnotes in Schrift, Bild und Layout, beim Improtheater in Spiel: Mimik, Gestik, Interaktion.

Es war lange her, dass ich ein Improtheater besucht hatte. Vor die Wahl gestellt, hätte ich mich eher für „richtiges“ Theater entschieden (gern zeitgenössische Inszenierungen!). Beim Nachdenken darüber, warum das wohl so ist, habe ich eine mögliche Erklärung gefunden: Als stadtbekannte Bücherfresserin bin ich wohl geschichtensüchtig!
Und eine wirkliche Geschichte entsteht beim Improtheater eher nicht.

Dieses verzeifelte Ringen, eine Geschichte zu finden, erkennt man in meiner ersten Sketchnote von gestern: Ich habe jeden losen Faden aufgegriffen, immer in der Hoffnung, er entwickelt sich weiter …

Wildes Durcheinander: Viele Meerschweinchen, morgens um vier auf dem Fischmarkt, Pizza, ein Beleuchter … und und und. © Sketchnotes und Fotos: Ania Groß

Das Programm Windwechsel des Improtheaters Luv & Lee. © Sketchnotes und Fotos: Ania Groß

Darum kam ich auch mit dem Platz nicht aus und musste umblättern.

Antje und Björn kamen auf die Bühne und mussten Sätze ergänzen: Es ging um Gulasch, Gladiolen und Monopoly, während ein Gnom in der Weihnachtsbäckerei Zwieback und Bier verzehren sollte … © Sketchnotes und Fotos: Ania Groß

Zwieback und Bier zu Atonaler Musik, da würde ich die Erde auch lieber verlassen. © Sketchnotes und Fotos: Ania Groß

Nach der Pause hatte ich mich dann gelöst. Ich weiß nicht, ob es Ihnen/euch auch so geht: Ich finde, das dritte Blatt ist absolut harmonisch, ich selbst erkenne meine, huch!, „innere Befreiung“.

Der Teufel ist eine Eichhörnchen; und schalldichte Tapete, ein Mord, ein tauchendes Meerschweinchen und Zoff im Lehrerzimmer, der Seifenopernmäßig in Liebe endet …© Sketchnotes und Fotos: Ania Groß

Umzugskartons und ein abgeschrieberner Tweet: Das Publikum hatte in der Pause Sätze notiert, aus denen Mona und Felix nach der Pause absurde Szenen improvisierten. © Sketchnotes und Fotos: Ania Groß

Nach dem etwas holprigen Start könnte ich in Zukunft wahrscheinlich jederzeit wieder Improtheater „mitkritzeln“. Ganz entspannt. Denn wenn man keinen Sinn sucht, wird das Gehirn davon herrlich durchgepustet. Und es ist vielleicht sogar eine gute Übung in Unvollständigkeit.

Luv & Lee sind, wenn ich das richtig weiß, erst seit sieben Monaten ein Team. Man merkt das aber an keiner Stelle: Mona und Felix spielen perfekt zusammen, verbale Hinweise und helfende Gesten (ich beobachtete ein Anstupsen – „neuer Zettel“) waren witzig und flüssig ins Spiel integriert. Den Pianisten Sebastian hab ich zwischendurch komplett vergessen. Und das nicht, weil er nicht spielen würde. Im Gegenteil, das ist nur ein Zeichen dafür, wie harmonisch sein Spiel ins Geschehen einfließt.

Die nächsten Termine von Luv & Lee sind hier zu finden.

Workshop Konsensdemokratie: Wer zieht in welches Zimmer?

Sabine Siehl organisiert seit einigen Jahren über XING die Nachhaltigkeitstreffen in Hamburg. Immer, wenn ich teilgenommen habe, habe ich viel Input zu ganz unterschiedlichen Themen „mitgenommen“.

Die vorherige Veranstaltung mit Uwe Lübbermann von Premium-Cola habe ich verpasst, aber vielleicht war dieser Workshop mit ihm sowieso der interessantere Abend 😉

Auf dem Sketchnotes-Protokoll des Workshops Konsensdemokratie mit Uwe Lübbermann (Portrait ;-)) habe ich Schlüsselsätze, Beispielverfahren und auch zwei Übungen (Wohnungen auf WGs aufteilen) festgehalten. Zeichnung und Foto: Ania Groß

Eine Beispielmethode, zwei Argumente, viele Schlüsselsätze und auch zwei Beispiele. Sketchnotes und Foto: Ania Groß

Nach einiger, bunter (!) Theorie spielten wir in Gruppen zwei WG-Beispiele durch: Je drei Leute sollten eine Drei-Zimmer-Wohnung unter sich aufteilen und danach dasselbe in der 6er-Gruppe mit einer 6-Zimmer-Wohnung. Natürlich gab es in beiden Wohnungen ein sehr kleines Zimmer und verschiedene Durchgangszimmer und Balkone mit Zugang nur von einem oder zwei Zimmern aus. In der großen Wohnung gab es zusätzlich ein sehr kaltes Zimmer und eins ohne WLAN. Erstaunlich, wie schnell wir uns einigen konnten. Und was für interessante Modelle zur Aufteilung der Miete wir erarbeitet haben (• nach Zimmergröße • nach Einkommen • subjektiv • mit Sparplan für Not- und Härtefälle …).

Ritter Sport pflanzt Bäume für Baumbilder

Ein Gerücht ist allerdings, dass es sich dabei um Kakaobäume handelt.

Das Bild zeigt einen Kreislauf: Ritter Sport pflanzt zusammen mit Plant for the Planet einen Baum. Die daran wachsenden Kakaonüsse werden zu Schokolade und damit zu Geld, von dem Ritter Sport wider Bäume pflanzen kann. Zeichnung und Foto: © Ania Groß

Gutes tun und Geld verdienen schließt sich nicht nur nicht aus, das eine kann auch zum andern führen und umgekehrt!

Eine BookCrosserin bat die MitCrosser*innen, ihr Baumbilder zu schicken. Eine regionale Gruppe von irgendwas will die Baumbilder vorab sammeln und dann komplett an Ritter Sport schicken. Die haben sich verpflichtet, für jeden gezeichneten, gemalten, gebastelten Baum einen echten Baum zu pflanzen. Fotos gelten leider nicht (mehr). Die Aktion führt Ritter Sport wiederum in Zusammenarbeit mit Plant for the Planet durch.

Ich hab natürlich ne #Sketchnote gemacht, was denn sonst. Vielleicht habt ihr Lust, allein oder mit Kindern oder anderen Erwachsenen Bäume zu gestalten und zu verschicken (geht auch per E-Mail). Oder ihr pflanzt einfach ein paar Bäume im Garten oder sonstwo … Man kann auch einfach Geld an Plant for the Planet schicken. Das ist sehr sinnvoll, aber macht am wenigsten Spaß.