Mein WordCamp 2016 in Nürnberg

Wordcamp Nuernberg: Ich beim Sketchen. Foto: rotschwarz design

Ich beim Sketchen auf dem Wordcamp
Foto: rotschwarz design

Diese Website läuft mit WordPress und wenn ich Webdesign mache, dann mache ich das mit WordPress. Deshalb gehe ich in Hamburg einigermaßen regelmäßig zum WordPress-Meetup und habe gerade an meinem dritten WP-Camp (Nürnberg #wpnbg) teilgenommen.

Die Community ist sehr heterogen: es gibt Programmierer*innen, die sich in den Hunderten Dateien, aus denen eine Installation besteht, im Schlaf zurecht finden und die quasi selbst in Datenbanken wohnen; und es gibt reine Anwender*innen, die grad mal wissen, wie man einen Beitrag schreibt und ein Bild hochlädt. Und es gibt alles dazwischen.

Ich bin irgendwo dazwischen, aber als Grafikerin doch eher am Dummie-Ende der Liste zuhause. Mein Nickname bei WordPress.org ist WP-Dummie und ich bin ganz zufrieden damit.

Für die Organisator*innen eines Camps bedeutet die Bandbreite an Wissen und Kenntnissen, dass sie möglichst für jede Untergruppe interessante Sessions auf den Plan setzen sollte. Aber dafür müssen erstmal passende Angebote her … Nicht einfach.

In Nürnberg gab es erstmals auch eine große Menge Sessions, die gar nicht so viel mit WordPress zu tun hatten, sondern in denen es um Rechtsfragen oder Ergonomie am Computerarbeitsplatz oder um diverse Formen des Online-Marketings ging. Mir hat dies Konzept gefallen, wenn ich auch versucht war, die schwierigen Themen gar nicht erst zu versuchen (und hier und da hab ich dann tatsächlich in den WordPress-Sessions reichlich wenig verstanden …).

1. Tag, Sonnabend, 16. April 2016

Keynote

Los gings am Sonnabend mit der Keynote. Anders als sonst wurde sie von einem Nicht-WPler gehalten, von dem Franziskanermönch Bruder Natanael Ganter.

WordCamp Nürnberg Sketchnotes von der Keynote

WordCamp Nürnberg Sketchnotes von der Keynote

Er sprach über die allgemeine Lage und verglich dabei die reichen westlichen Staaten der Welt mit dem Capitol aus den Tributen von Panem …
Schön war seine Visualisierung der Menge an Flüchtlingen in Deutschland: Er bat die vier Sessionhelfer*innen (Volunteers) in ihren roten T-shirts nach vorn, schätzte den Rest des Publikums auf ca. 200 und meinte, dass die Zahl 4 Flüchtlinge auf 200 Bürger*innen in etwa den Tatsachen entspräche. Ein RIESENPROBLEM ;-)! Das haben wir natürlich alle ganz genauso gesehen. (Achtung, der letzte Satz enthielt IRONIE.)

Session: Gehen Facebook-Manager für Hasspostings ins Gefängnis? Wir arbeiten daran!

Weiter ging es passenderweise mit der Session von RA Chan-Jo Jun, der seinen Kampf gegen Hasspostings bei Facebook beschrieb.

Gegen Hasspostings bei Facebook

Ich war etwas erstaunt – Bei der Social Media Week in Hamburg waren Sessions zum Thema Hatespeech sehr gut besucht, und hier auf dem Camp haben nur eine Handvoll Leute dem interessanten Bericht zugehört. Schade!

Session: Content für das Web

Als nächste Session sah ich mir die von Stefanie Thielmann an.

Das Publikum war leider kaum davon abzubringen, dass man man den Content an Google ausrichten muss. Stefanie kommunizierte hingegen sehr klar, dass Content für die Nutzer geschrieben und bebildert wird. Dann klappt’s auch mit Google 😉

Inhalt der Sketchnote: Stefanie Thielmann über Content für das Web.

Schön fand ich den Satz, „Fangt eure Nutzer*innen ein.“. Auf meiner Sketchnote sind die Nutzer*innen Schmetterlinge, und wir Content-Macher*innen jagen Ihnen mit dem Schmetterlingsnetz hinterher.

Session: Vom Standard-Theme zur individuellen Website

Die Kaffeepause habe ich nach vorn verlängert, um meine eigene Session noch mal durchzugehen. Die Sketchnotes sind in diesem Fall als Fahrplan durch meine Session, vorab gezeichnet. 1x in klein für mein PDF und einmal auf zwei Seiten eines Flip-Chart-Blocks, damit man sie auch in der letzten Reihe des kleinen Hörsaals der Hochschule noch erkennen kann.

Aufregend, vor relativ vielen Menschen zu reden. Ich habe recht gutes Feedback bekommen. Man konnte mich wohl gut verstehen, ich blieb in der Zeit und einige Zuhörer*innen trauen sich nun an das Thema Child-Theme heran.

Obwohl ich mehr Zeit gehabt hätte, habe ich mich erfolgreich bemüht, im Zeitfenster zu bleiben, denn ich wollte Wolfram Lührigs Session gern sehen:

Session: E-Mail Marketing mit WordPress

Abonnent*innen für Newsletter ködert man am besten mit einem kleinen Geschenk

Abonnent*innen für Newsletter ködert man am besten mit einem kleinen Geschenk. Nicht die Menge der „Verfolger*innen“ ist entscheidend. Wichtiger ist, wie eng man sie an sich bindet.

Das war Tag eins. Abends war ich noch kurz bei der Party. Es war dort sehr laut und die Pizza roch fürchterlich verführerisch. Das letztere ist ein bisschen fies, wenn man glutenintolerant ist. Ich bin dann lieber rechtzeitig wieder in meine Nürnberger Burgkemenate zurückgekehrt, um Sonntag fit zu sein für all die Sessions:

2. Tag, Sonntag, 17. April 2016

Session: One-Pager mit Bordmitteln

One-Pager mit Bordmitteln in WordPress.

Peter Singewald über One-Pager mit Bordmitteln in WordPress.


Hier entstehen die Sketchnotes. Foto: rotschwarz design

Hier entstehen die Sketchnotes. Foto: rotschwarz design

Ich konnte zwar nicht zu 100 % folgen, aber der Weg ist mir klar geworden und ich wüsste jetzt, wie ich mir das Template zusammenkopieren könnte.

Session: Tipps & Tricks für gesundes Arbeiten am PC

Ergonomie: Warum ist Sitzen für uns so unnatürlich?

Dr. Chr. van de Weyer über Ergonomie: Warum ist Sitzen für uns so unnatürlich? Und was können wir tun.


Was können wir tun, um „besser“ zu sitzen? Tisch, Stuhl und Hardware richtig einstellen und – oft erwähnt – BEWEGEN. Wir haben es in der Hand, wie es unserem Rücken geht. Die Session war übrigens ziemlich witzig, wir haben viel gelacht!

Session: Weniger aus Bildern holen

Der Titel ist ein bisschen missverständlich, denn eigentlich ging es in Walter Eberts Session darum, wie man schöne Bilder verwendet, ohne dabei mit allzu großer Datenmenge die Performance der Website zu beeinträchtigen.

Vorstellung verschiedener Bildformate und von Software zur Optimierung

Ständig wird an neuen Formaten gestrickt, die Bilder besser und kleiner (Datenmenge) ins Netz bringen.

Session: Social Media Marketing richtig nutzen: „Next Level Marketing“

Zwar ist im Titel ganz allgemein von Social Media die Rede, es ging in Chris Dippolds Session aber eigentlich nur um Facebook. Ich selbst hasse Facebook regelrecht und vermeide, auf Facebook-Links zu klicken, da mir das ganze Tracking enorm unsympatisch und auch unheimlich ist. Der Vortrag von Chris war sehr interessant und viele Aspekte lassen sich auch auf andere Social-Media-Kanäle übertragen. Z.  B. dass es die Bindung zu den Fans/Follower*innen stärkt, wenn man auf ihre Postings REAGIERT und mit ihnen ins Gespräch kommt. Wie Wolfram Lührig regte auch Chris Dippold die Zuhörenden dazu an, Verlosungen zu machen etc. pp. Ein weiteres wichtiges Stichwort, dass auch Stefanie Thilmann schon genannt hatte, war Storytelling.

Anders als der Titel verkündete, ging es ausschließlich um Facebook-Marketing

Anders als der Titel verkündete, ging es ausschließlich um Facebook-Marketing. Aber das war umfassend und interessant.

Und der letzte (bzw. die letzte Session) folgt sogleich …

Session: Eigene/Custom Themes from Scratch

Obwohl das Thema mit meinem eigenen entfernt verwandt ist, hab ich in der Session von Stefan Fröhlich einfach mal fast gar nichts verstanden. Er sprch viel über das Anlegen von Templates und das war eine riesen Menge PHP. Also nix für Dummies. Das ist natürlich nicht Stefans Fehler – ich hab mir einfch die völlig falsche Session aus den vier möglichen herausgesucht.

Custom Themes from Scratch

Folge dem Weg … Vielleicht wirst du dann erleuchtet 😉

Das war der Sonntag.

Montag: Contributers Day

Am Montag haben wir dann in den Design Offices, einem günstig am Bahnhof gelegenen schicken Coworking Space noch einen Contributers Day abgehalten. Da hab ich den ganzen Tag (und abends im Zug) das Plugin Post Expirator übersetzt: auf deutsch in der Standard-Du-Version und auf deutsch in der formalen Sie-Version.
Noch sind meine rund 800 einzelnen „Strings“ nicht freigeschaltet 🙁

Screenshot von meinen Übersetzungen, die auf Freischaltung warten.

Formal-Deutsch: Screenshot von meinen Übersetzungen, die auf Freischaltung warten.

Screenshot von meinen Übersetzungen, die auf Freischaltung warten.

Standard-Version: Screenshot von meinen Übersetzungen, die auf Freischaltung warten.


Ich hab sogar ein Stündchen in der Sonne auf der Dachterrasse gearbeitet und wir wurden den ganzen Tag vom netten Team dort mit allerlei Köstlichkeiten und u.a. vorzüglichem Kusmi-Tee gemästet.

Schön wars! Ob wir uns im September in FFM sehen, weiß ich noch nicht. Sonst irgendwann anders. Ich bin jedenfalls die, die immer vor sich hin kritzelt :-D.

Das Kleingedruckte zum Nutzungsrecht: Downloads der Bilder dürfen auf Blogs verwendet werden, wenn dran steht: Sketchnote: Ania Groß | sketchnotes-hamburg.de und ein Link zu dieser Site (https://sketchnotes-hamburg.de) eingebunden ist.
Nutzungsrechte/Honorare für andere Verwendungen, z.B. auf kommerziellen Websites oder im Printbereich bitte gesondert anfragen, es gibt auch höher ausgelöste Daten.

5 Gedanken zu „Mein WordCamp 2016 in Nürnberg

  1. Liebe Ania, mich hat beim WordCamp Nürnberg eigentlich nur eines gestört: das man nicht alle vier Tracks gleichzeitig sehen konnte. 😉 Die Organisatoren hatten ein sehr vielfältiges Programm zusammengestellt und es war sicher für jede(n) etwas dabei.

    Deine Sketches, die du schon während des WordCamps per Twitter geteilt hast, waren eine tolle Zusammenfassung und haben Laune gemacht, sich die verpassten Sessions zuhause auf wordpress.tv anzusehen. Dafür, aber auch für die schöne Zusammenfassung hier, ganz herzlichen Dank!

  2. Pingback: Die Links zu den Präsentationen | WordCamp Nürnberg

  3. Ich war nicht beim WordCamp Nürnberg dabei – aber deine Sketchnotes sind super! Hut ab! Sehr anregend.
    Auch ich bin dann zu wordpress.tv gewandert und habe deine Session dort vermisst. Kommt die noch?

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